"Red Flag": Lernspiel gegen Gefahren im Netz


Mit dem Serious Game „Red Flag“ lernen Jugendliche ab 13 Jahren spielerisch, wie sie Manipulation, Ausbeutung und Menschenhandel im Internet frühzeitig erkennen und sich davor schützen können.

Der digitale Raum ist ein großer Abenteuerspielplatz, auf dem es viel zu entdecken gibt. Aber neben vielen spannenden Möglichkeiten lauern auch Gefahren – gerade für Kinder und Jugendliche. Social-Media-Apps, Gaming-Plattformen mit Chats und andere digitale Räume werden von skrupellosen Tätern genutzt, um Kontakt zu Kindern und Jugendlichen aufzubauen – oft ohne dass Eltern, Lehrkräfte oder andere Aufsichtspersonen davon etwas mitbekommen. Bei der sogenannten „Loverboy“-Methode beispielsweise erschleichen sich Täter das Vertrauen junger Mädchen und Frauen, machen sie emotional abhängig und drängen sie schließlich in die Prostitution.

EU-geförderte Prävention

Im Rahmen des EU-geförderten Projekts VANGUARD entwickelte „Gemeinsam gegen Menschenhandel e.V.“ (GGMH) gemeinsam mit europäischen Partnern das Online-Lernspiel „Red Flag“. Das Spiel gehört zum Genre der sogenannten Serious Games – also Spiele, die nicht nur unterhalten, sondern auch Wissen vermitteln und für wichtige Themen sensibilisieren. Es richtet sich an Schülerinnen und Schüler ab 13 Jahren und wird gezielt für die Präventionsarbeit eingesetzt.

Lernen durch Entscheidungen

Die Spielerinnen und Spieler können sich zu Beginn für einen von drei Charakteren – Daniel, Maria oder Annie – entscheiden, in dessen Rolle sie schlüpfen möchten. Die Story ist interaktiv aufgebaut: Jede Entscheidung beeinflusst den weiteren Verlauf. Eine Entscheidung kann entweder in eine ausbeuterische oder kriminelle Situation führen oder einen Schritt in Richtung Sicherheit bedeuten. Gute Entscheidungen werden mit Punkten belohnt. Weniger gute Entscheidungen bringen zwar kurzfristig vielleicht einen finanziellen Erfolg, zeigen aber langfristig ihre negativen Folgen. Die Jugendlichen erleben die Konsequenzen ihrer Handlungen unmittelbar und lernen so aus realistischen Situationen – ohne selbst einem Risiko ausgesetzt zu sein.

Gemeinsam gegen Menschenhandel

Das Bündnis aus über 40 Organisationen hat zum Ziel, die Öffentlichkeit für das Thema Menschenhandel zu sensibilisieren. Darüber hinaus setzt sich die Initiative für die wissenschaftliche Aufarbeitung des Themas ein, gibt politische Impulse und verschafft den Betroffenen eine hörbare Stimme.

GGMH ist ein Herzensprojekt von Energistifter und profitiert von den Erlösen aus Strom- und Gasverträgen, bei denen Kunden GGMH als Förderprojekt ausgewählt haben.

„Prävention muss früh ansetzen – bei der Fähigkeit, emotionale Manipulation zu erkennen.“

Das Spiel „Red Flag“ sowie die zugehörige Lernplattform stehen allen Interessierten kostenlos zur Verfügung. Für den Einsatz im schulischen Unterricht gibt es außerdem einen ergänzenden Leitfaden mit Hintergrundinformationen, Aufgaben, Diskussionsanregungen und Tipps für Lehrkräfte zur Unterrichtsvorbereitung.

Aufklärung und Sensibilisierung können junge Menschen davor schützen, Opfer von Ausbeutung zu werden, aber auch davor, in kriminelle Strukturen hineingezogen zu werden und selbst zu Tätern zu werden.

Prävention muss früh ansetzen – nämlich bei der Fähigkeit, emotionale Manipulation zu erkennen, Grenzen zu setzen und Beziehungen kritisch zu reflektieren. Mit „Red Flag“, einem Serious Game zur Prävention von Menschenhandel und Ausbeutung, steht dafür ein wirksames Instrument zur Verfügung.

Ab dem 15. Juni unter https://vanguard-horizon.eu

Fotos: Pexels und unsplash


Gemeinsam gegen Menschenhandel

Das Bündnis aus über 40 Organisationen hat zum Ziel, die Öffentlichkeit für das Thema Menschenhandel zu sensibilisieren. Darüber hinaus setzt sich die Initiative für die wissenschaftliche Aufarbeitung des Themas ein, gibt politische Impulse und verschafft den Betroffenen eine hörbare Stimme.

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