Menschenhandel und Ausbeutung in Deutschland
Menschenhandel ist kein Relikt der Vergangenheit, sondern findet mitten unter uns statt: in der Pflege, auf Baustellen, in der Gastronomie und in der Sexarbeit. Gemeinsam gegen Menschenhandel e.V. (GGMH) kämpft dafür, dass Ausbeutung in Deutschland keinen Platz mehr hat.
Geltendes Recht macht es Tätern leicht: Zwang und Gewalt sind oft schwer nachzuweisen, besonders seit der Corona-Pandemie, während der sich ein großer Teil der Prostitution in private Wohnungen und Häuser verlagert hat.
Auch Kinder und Jugendliche geraten zunehmend ins Visier von Tätern. Beim sogenannten „Cybergrooming“ bauen Erwachsene online gezielt Vertrauen auf, um Minderjährige zu manipulieren und auszubeuten. GGMH leistet wichtige Aufklärungsarbeit, um junge Menschen vor diesen Strategien zu schützen und Ausbeutung frühzeitig zu verhindern. Gleichzeitig betreibt die Initiative politische Lobbyarbeit, macht auf Missstände aufmerksam und setzt sich für konkrete Lösungen ein.
Das Nordische Modell
Ein zentraler Schwerpunkt der Arbeit ist das sogenannte „Nordische Modell“, das international kontrovers diskutiert wird. Dabei wird der Kauf sexueller Dienstleistungen bestraft.
Für GGMH ist jedoch klar: Neben wirksamen Gesetzen reichen Verbote allein nicht aus. Es braucht Ausstiegsprogramme, sichere Unterkünfte und berufliche Perspektiven für Betroffene, um ihren Weg zurück in ein selbstbestimmtes Leben in Freiheit zu ermöglichen.
Gemeinsam gegen Menschenhandel
Das Bündnis aus über 40 Organisationen hat zum Ziel, die Öffentlichkeit für das Thema Menschenhandel zu sensibilisieren. Darüber hinaus setzt sich die Initiative für die wissenschaftliche Aufarbeitung des Themas ein, gibt politische Impulse und verschafft den Betroffenen eine hörbare Stimme.
GGMH ist ein Herzensprojekt von Energistifter und profitiert von den Erlösen aus Strom- und Gasverträgen, bei denen Kunden GGMH als Förderprojekt ausgewählt haben.
„Deutschland wird als 'Bordell Europas' bezeichnet. Hier werden für die 'Ware Frau' die höchsten Preise erzielt.“
Vernetzung und Austausch
Ein wichtiges Element der Arbeit von GGMH ist der Austausch mit Fachleuten und Betroffenen. Auf dem Kongress „Freiheit 2026“ in Schwäbisch Gmünd, den GGMH in Kooperation mit weiteren Partnerorganisationen veranstaltet hat, kamen über 400 Teilnehmende aus Deutschland, Österreich, der Schweiz und dem europäischen Ausland zusammen. Als Referierende brachten sich unter anderem der GGMH-Vorsitzende und ehemalige Bundestagsabgeordnete Frank Heinrich, die Autorin und Aktivistin Huschke Mau, der Rechtswissenschaftler Dr. Jakob Drobnik sowie die Psychotherapeutin Anna Schreiber ein. Zum Abschluss des Kongresses richteten sich die Teilnehmenden mit Briefen an politische Entscheidungsträger, um konkrete gesetzliche Änderungen einzufordern.
Fotos: Pexels
Gemeinsam gegen Menschenhandel
Das Bündnis aus über 40 Organisationen hat zum Ziel, die Öffentlichkeit für das Thema Menschenhandel zu sensibilisieren. Darüber hinaus setzt sich die Initiative für die wissenschaftliche Aufarbeitung des Themas ein, gibt politische Impulse und verschafft den Betroffenen eine hörbare Stimme.
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